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Q&A: Welche Sicherheitsmaßnahmen hab es im KKW Tschernobyl 1986 / Wie hätte es verhindert werden können?

Frage von V2000: Welche Sicherheitsmaßnahmen hab es im KKW Tschernobyl 1986 / Wie hätte es verhindert werden können?
Mache gerade eine Präsentation zum physikalischen Aspekt der Katastrophe aber finde leider kaum was zu den Sicherheitsmaßnahmen bzw. den Inhalten des Notprogramms. Wie hätte man die Katastrophe vehindern können als der Reaktor schon unkontrolliert war?

Beste Antwort:

Answer by discima
http://www.unipublic.unizh.ch/magazin/umwelt/2006/1992.html

http://www.n-ost.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=901&Itemid=106

http://www.zeitgeschichte-online.de/portals/_rainbow/documents/pdf/presse_tschernobyl.pdf

http://www.atomwirtschaft.de/r2/de/Unsere_Position/Positionspapiere/Position/2006-03-01_Tschernobyl.php

http://www.stern.de/politik/deutschland/525087.html?eid=525115

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Kommentare

  1. j f | 21.01.2012 um 01:17

    Ende der 80er Jahre gab es vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) eine Broschüre mit dem Titel “Tschernobyl und die Folgen” (habe sie zuhause im Schrank stehen).
    Wenn es deine Zeit bis zum Vortragen Deiner Präsentation erlaubt, versuche am besten, diese Broschüre noch über den VDI zu beziehen. Sie geht sehr ausführlich auf die technischen und physikalischen Zusammenhänge ein.

    Der springende Punkt bei der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl war, dass für die Durchführung eines Experiments so ziemlich alle Sicherheitsvorrichtungen gezielt außer Funktion gesetzt worden waren. Dieses sehr riskante Experiment war schlampig vorbereitet und wurde stümperhaft ausgeführt – mit den bekannten Folgen.

    Der Reaktor geriet durch die falsche Fahrweise während des Experiments in einen instabilen Zustand, danach ging alles sehr schnell, innerhalb von Minuten war die Katastrophe da. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits keine Gegenmaßnahmen mehr möglich.

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  2. rowi4711 | 21.01.2012 um 01:57

    Während des kalten Krieges gehörte täuschen, tarnen und vertuschen zum gängigen Ritual auf beiden Seiten, und Sicherheitsmassnahmen oder auch Notprogramme waren mit höchsten Geheimhaltungsstufen belegt.
    Es ist deshalb auch kein Wunder, dass Du hierzu nichts konkretes findest.
    Vielleicht in einigen Jahrzehnten, falls die Akten überhaupt geöffnet werden.

    Das Grundlagenwissen war auf beiden Seiten ebenbürtig,
    das neu erbaute KKW in Tschernobyl sicher zeitentsprechend auf höchstem Niveau.
    Auf sowjetischer Seite mangelte es aber an Resourcen,
    was zu Problemen im laufenden Betrieb führte – wie man später zugab; verbrauchte Technik und keine Ersatzteile.

    In der Leitung der KKW hatten die Politoffiziere zwar keinen
    Sachverstand und keine Sachverantwortung, bestimmten
    aber über Wohl und Wehe der Mitarbeiter, denen ein tiefer
    Glaube an die Unfehlbarkeit russischer Technik eingeimpft,
    und aufkommende Zweifel daran streng geahndet wurden.

    Dieser Obrigkeitsglauben bei den Mitarbeitern, die fehlende Entscheidungsbefugnis im Leitstand, und das Diktat der Planerfüllung, haben aus meiner Sicht zu dieser Katastrophe
    geführt.
    Die Russen sind nicht an der Technik gescheitert, sondern an ihrem System.

    Es gab auch schon technische Probleme mit westlichen KKWs, und bei dem in den USA, Williamsburg oder so ähnlich, konnte ein Super-Gau praktisch erst in letzter Sekunde verhindert werden.

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